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netzwerk architekturwissenschaft

Mit diesem Rundbrief informieren wir über die Aktivitäten des Netzwerks Architekturwissenschaft und seiner Mitglieder im letzten Halbjahr sowie über aktuelle und künftige Veranstaltungen.

Mit freundlichen Grüßen

Carola Ebert und Tilo Amhoff | Netzwerk Architekturwissenschaft


AKTIVITÄTEN DES NETZWERKS

Rückblick auf das 2. FORUM ARCHITEKTURWISSENSCHAFT 

Die Arbeitsgruppe Architektur und Lebenswelt konzentrierte sich 2015 auf die Vorbereitung des 2. Forums Architekturwissenschaft, das schließlich vom 25. bis 27. November 2015 im Schader-Forum in Darmstadt stattfand.

Zum Thema Architektur im Gebrauch. Gebaute Umwelt als Lebenswelt hatten die OrganisatorInnen (Sabine Ammon, Christoph Baumberger, Christine Neubert, Constanze Petrow sowie die Schader-Stiftung) aus 55 Einsendungen 26 Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen ausgewählt. ArchitektenInnen und LandschaftsarchitektInnen, SoziologInnen, PhilosophInnen, PsychologInnen, MedienwissenschaftlerInnen, HistorikerInnen sowie PraktikerInnen aus der Stadtverwaltung, dem Landrat oder gemeinnützigen Organisationen u.a. setzten sich eineinhalb Tage intensiv mit Fragen des alltäglichen Gebrauchs der gebauten Umgebung auseinander.

Nicht zuletzt diese Interdisziplinarität der Perspektiven führte die TeilnehmerInnen immer wieder zu der Einsicht, dass sie es beim Gebrauch mit einem „sperrigen Terrain“ (Christian Holl) zu tun haben. Die Tagung versammelte erwartungsgemäß einige in der Diskussion etablierte Trennlinien bspw. zwischen den Planenden und den Nutzern sowie zwischen der begrifflich-theoretischen und der funktional-praktischen Auseinandersetzung mit der Thematik. Viel wichtiger als diese unvermeidlichen Grenzziehungen waren jedoch die Verbindungslinien, die einige Vorträge zwischen den Perspektiven ziehen konnten. Auch die in der Abschlussdiskussion artikulierten Forderungen nach einem stärkeren und reflektierten Einsatz qualitativer sozialwissenschaftlicher Methoden sowie nach einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit in Kleinst-Projektgruppen können als Arbeitsergebnisse des Forums festgehalten werden.

Das Paradoxon der Beiläufigkeit des Gebrauchs, zu dessen Auseinandersetzung der CfP aufgerufen hatte, wurde gemeinschaftlich enttarnt und gleichsam konstruktiv bearbeitet. Es sind erste Annäherungen an die wissenschaftliche Beschreibbarkeit dieses uns vertrauten Phänomens, Architektur alltäglich zu gebrauchen, die die Tagung in Darmstadt erfolgreich offen legte. Eine Open-Access Veröffentlichung einzelner Tagungsbeiträge ist bereits in die Wege geleitet worden.



Rezensionen

- Sabine Ammon, Eva Maria Froschauer (Hg.), Wissenschaft Entwerfen. Vom forschenden Entwerfen zur Entwurfsforschung der Architektur, Paderborn: Wilhelm Fink, 2013 - Link zur Verlagswebsite

rezensiert in:
IASL online, (Gert Hasenhütl)
Jahrbuch Technikphilosophie, 1. Jg./2015, S. 210–212 (Karsten Berr)


Vorstellung neuer Mitglieder

Martin Doll ist Juniorprofessur für Medienkulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von 2003 bis 2006 war er Stipendiat des Graduiertenkollegs ›Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung‹ der Goethe-Universität Frankfurt/M.; danach Postdoc-Stipendiat des internationalen ICI Kulturlabor Berlin; von 2011-2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter im ATTRACT-Projekt ›Ästhetische Figurationen des Politischen‹ an der Université du Luxembourg.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind neben der Medialität der Architektur: Politik und Medien, Medienutopien des 19. Jahrhunderts, Fälschung und Fake. Er arbeitet derzeit an einem Projekt zur Politisierung von Technik im 19. Jahrhundert. Seine letzten wichtigsten Publikationen (aus dem Kontext Architektur): »Architektur und Zerstreuung. ›Gebrauch‹, ›Gewohnheit‹ und ›beiläufiges Bemerken‹«, in: figurationen, Nr. 2 (2015), S. 25–44; »Medientechnik des Gemeinsinns. Charles Fouriers Architekturutopie des Phalanstère« in: Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Nr. 2 (2013), S. 15–27.
Weitere Informationen unter: www.mdoll.eu


Anna Katrine Hougaard (cand. arch.) hat ihr Diplom in Architektur an der Königlichen Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen (KADK) in 2007 abgeschlossen. Studienaufenthalte führten sie an die IT-Universität Kopenhagen und an die TU Berlin.  Sie war beruflich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der KADK, als Assistentin an der IT-Universität Kopenhagen, und als Architektin in Kopenhagen und Berlin tätig.

Seit 2011 promoviert sie, gefördert von der KADK, am Institut für Gebäudekunst und Design (IBD) zum Thema Architekturzeichnung und Artistic Research. Forschungsschwerpunkte sind Notationen, Diagramme und Skizzen.



AKTUELLE TERMINE

Tagungen


- The Human in Architecture and Philosophy - 3rd Conference of the International Society for the Philosophy of Architecture (ISPA), 20.-23. Juli 2016, Otto-Friedrich-Universität Bamberg; Organisation: Prof. Dr. Christian Illies und Dr. Martin Düchs
www.isparchitecture.com


Vorträge

- Antje Fehrmann, "Das Grabmal als Prozess: Form, Raum, Liturgie und Rezeption am englischen Königs- und Königinnengrabmal und an den königlichen Chantry Chapels“, Tagung Das mittelalterliche Grabmal und sein räumlicher Kontext, Tübingen, 18.-20. Februar 2016

- Froschauer, Eva Maria. “The ’Collecting Procedures’ in Architectural Designs”, Mastertalk im Coop Design Research-Programm, Hochschule Anhalt, Stiftung Bauhaus Dessau, 2. Dezember 2015

- Froschauer, Eva Maria. “Vom Sammeln und Ausstellen als Praxis des Entwerfens”, Einladung, 19. Januar 2016, TU Wien

- Froschauer, Eva Maria, “Arten der Anverwandlung: Vom gesammelten Ding zum architektonischen Entwurf — der Umgang moderner Architekten mit Vorbildsammlungen”, Konferenz Ähnlichkeit: Prozesse und Formen. Mimetische Praktiken in der neueren Architektur, Einsiedeln, 17.-19. März 2016

- Gill, Julia, "Modulares Bauen, Fertigteilbau und Raumzellen", Seminarreihe "Wohnen für Alle. Schnell Billig Schön“, Architektenkammer Berlin, 9. Februar 2016



RÜCKBLICK

Bücher

- Tilo Amhoff, Nick Beech, Katie Lloyd Thomas (Hg.) Industries of Architecture, Abingdon: Routledge, 2015.

- Cornelia Jöchner, Richard Hoppe-Sailer, Frank Schmitz (Hg.) Ruhr-Universität Bochum. Architekturvision der Nachkriegsmoderne, Gebr. Mann: Berlin, 2015.

- Susanne Hauser, Julia Weber (Hg.) Architektur in transdisziplinärer Perspektive: Von Philosophie bis Tanz: Aktuelle Zugänge und Positionen, (Bielefeld: Transcript, 2015).

- Carsten Ruhl, Chris Dähne (Hg.) Architektur ausstellen: Zur mobilen Anordnung des Immobilen, (Berlin, Jovis, 2015).


Aufsätze

- Tilo Amhoff. "The electrification of the factory, or the flexible layout of work(s)", in: Tilo Amhoff, Nick Beech, Katie Lloyd Thomas (Hrsg.) Industries of Architecture, Abingdon: Routledge, 2015, pp. 259-270.

- Tilo Amhoff, Katie Lloyd Thomas. "Writing work: changing practices of architectural specification", in: Deamer, Peggy (Hg.) The Architect as Worker. Immaterial labour, the creative class and the politics of design, (London: Bloomsbury, 2015), pp. 121-143.

- Sabine Ammon, "Einige Überlegungen zur generativen und instrumentellen Operativität von technischen Bildern", in: Hanno Depner (Hg.): Visuelle Philosophie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2015, S. 167-181.

- Karsten Berr, Stadt und Land(schaft). Ein erweiterter Blick mit dem „zweyten Auge“ auf ein frag-würdig gewordenes Verhältnis. In: Karsten Berr und Hans Friesen (Hg.), Stadt und Land. Zwischen status quo und utopischem Ideal, Münster, Mentis 2015, 75-117

- Karsten Berr, Philosophie und Landschaftsarchitektur. In: Karsten Berr und Jürgen H. Franz (Hg.) 2015, Prolegomena – Philosophie, Natur und Technik, Berlin, Frank & Timme 2015, 203-218

- Düchs, Martin. Schöne Schmarotzer: Vom Nutzen und Nachteil des moralischen Prinzips der Autonomie für die Architektur, in: Gregor Theune und Sven Quadflieg (Hg.) Nadogradnje: Urban Self-Regulation in Post-Yugoslav Cities, Weimar: M Books, 2015.

-
- Düchs, Martin. “Architekturphilosophie: Eine Kartierung”, Information Philosophie, 2/2015, S. 26–35.

- Fehrmann, Antje. "Im Straßenbild wirkungsvoll": Kirchenbauten in der Stadt Hamburg vom Mittelalter bis 1965, in: Das Münster, Schwerpunkt "Kirche baut Stadt" 68/1, 2015, S. 12-19.

- Froschauer, Eva Maria. “Exponat Architekt: Von Haussammlungen und Selbstausstellungen der modernen Architektur”, in: Carsten Ruhl, Chris Dähne (Hg.), Architektur ausstellen. Zur mobilen Anordnung des Immobilien. Berlin 2015, S. 58–73.

- Gómez, Liliana. “Towards a History through Photography. An Introduction“ und “Epilogue. Archive Matters.“ in: Estudios Interdisciplinarios de América Latina y el Caribe (Gasthg. Liliana Gómez), Tel Aviv University,  2015, Bd. 26, Nr. 2, S. 7-16 und S. 95-103.

- Hallama, Doris und Ekkehard Drach, "Von der Douglasshütte. Was die Architektur einer Schutzhütte erzählt…" in: Museumsverein-Jahrbuch 2015, Bregenz, Vorarlberger Landesmuseumsverein, S. 12–27.

- Hilbig, Henrik und Katharina Schumann. “Die Rolle von Lehrbüchern in Ludwik Flecks Lehre von Denkstil und Denkkollektiv”, in: Volker Kauder, Peter Vogel (Hrsg.) Lehrbücher der Erziehungswissenschaft – ein Spiegel der Disziplin? Beiträge zur Theorie und Geschichte der Erziehungswissenschaft, Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 2015, S. 43-50.

- Kamleithner, Christa. “Mit dem Markt planen: Zu den epistemischen Voraussetzungen moderner Stadtplanung”, in: Matthias Koch u.a. (Hg.), Planlos! Zu den Grenzen von Planbarkeit, München: Fink 2015, S. 35-49, online.

- Stavagna, Michele. “Which Modernism is Bad? Erich Mendelsohn and the Acropolis in Danger (1931)”, in: Athena Vitopoulou, Alexandra Karadimou-Gerolimpou, Panagiotis Tournikiotis (ed.) do.co.mom.mo 05. The Greek city and town planning of the Modern, Athens: futura editions, 2015, S. 49-59.


Interview

- Antje Fehrmann, "Kirchenbauten sind historische Zeugnisse von Aushandlungsprozessen“Interview, L.I.S.A.-Online–Portal der Gerda Henkel Stiftung


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